Aike Schultheis erklärt was wichtig ist, um in den SERPs gut zu ranken

Auf Amazon als Marke überzeugen

Amazon kann für Hersteller und Händler ein Umsatz-Booster sein. Aber nur, wenn diese ihre Marken und Produkte richtig in Szene setzen.

Der Kampf um die prominenten Plätze auf den Suchergebnisseiten von Amazon wird im Jahr 2020 so stark toben wie nie zuvor. Das Sortiment ist in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert, zunehmend drängen auch Seller aus Fernost auf die deutsche Plattform. Der Wettbewerb um die organischen Plätze auf der ersten Suchergebnisseite verschärft sich drastisch. Denn genau wie bei Google gilt auch bei Amazon: Der Großteil der Aufmerksamkeit entfällt auf die erste SERP (Search Engine Result Page). Die entscheidende Frage für Marketer lautet also: Wie setze ich meine Produkte so in Szene, dass sie auf den Suchergebnisseiten ganz nach oben klettern?

Keywords als Eintrittskarte

In einem ersten Schritt müssen wir dafür sorgen, dass sich unsere Produktdetailseite überhaupt für relevante Suchanfragen qualifiziert. Amazon zieht Keywords heran, um Suchanfragen und Produktdetailseiten zu matchen. Jedoch entscheiden Keywords nicht über die Position auf der SERP, sondern lediglich darüber, ob eine Produktdetailseite für eine bestimmte Suchanfrage überhaupt in Frage kommt. Die Wiederholung von Keywords im Sinne eines Keyword-Stuffing bringt demzufolge nichts, sondern verschwendet wertvollen Platz, der besser für Synonyme und Begriffskombinationen genutzt werden sollte.

Wenn Keywords darüber entscheiden, ob ein Produkt zu einer Suchanfrage ausgespielt wird, ist das empfohlene Vorgehen selbsterklärend: Es gilt, möglichst viele für unser Produkt relevante Begriffe auf unserer Produktdetailseite unterzubringen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen einer Optimierung für den Algorithmus und den User zu finden. Denn wenn Titel und Produktbeschreibung einer Anreihung von Synonymen gleichen, wird der User zurecht misstrauisch und auch Amazon sieht das nicht gern.

Amazon-Algorithmus A9 setzt auf Klicks

Um den Amazon-Algorithmus ranken sich viele Mythen, durch die sich häufig eine zu hohe Meinung von A9 bildet. Der Algorithmus ist kein AI-basiertes Meisterwerk, sondern eine recht schlichte Formel. Böse gesagt: A9 ist dumm. Klicks sind für Amazon das mit Abstand wichtigste Kriterium zur Berechnung des Rankings bei einer Suchanfrage. Das Kalkül dahinter ist simpel wie logisch: Klickt ein User nach seiner Suchanfrage auf ein Produkt, haben ihm die in der Übersicht gelieferten Hard Facts offenbar gefallen. Faktoren wie Titel oder Bewertungen sind also kein direkter, aber ein indirekter Rankingfaktor, weil sie nicht den Amazon-Algorithmus, sehr wohl aber die Klickwahrscheinlichkeit beeinflussen. Kein User wird auf ein Produkt klicken, das schlecht bewertet ist oder einen kryptischen Titel besitzt, solange im direkten Umfeld bessere Optionen zur Verfügung stehen.

Unsere Hauptaufgabe im Amazon SEO besteht also darin, die Klickwahrscheinlichkeit für unser Produkt zu maximieren. Hierfür gibt es verschiedene Stellschrauben. Beim Verfassen des Titels empfiehlt es sich, den Zeichenraum voll auszunutzen und dem User alle relevanten Informationen sowie USPs zu nennen. Positive Bewertungen sind ebenfalls ein elementarer Faktor, um zu punkten und die Klick- und später auch Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Beispiel für ein starkes Produkt auf der Suchergebnisseite

 

Mit einem aussagekräftigen und überzeugenden Titel sowie Bild, ausreichend positiven Bewertungen und einem wettbewerbsfähigen Preis haben wir ein starkes Paket geschnürt, um potentielle Käufer auf unsere Produktdetailseite zu lotsen. Dort gilt es anschließend, sie von unserem Angebot zu überzeugen.

Mit starkem Content überzeugen

Gerade online, wo das Produkt nicht mit allen Sinnen in Augenschein genommen oder der Verkäufer befragt werden kann, muss eine umfassende Produktbeschreibung alle aufkommenden Fragen und Unsicherheiten bei Seite räumen. Optimalerweise werden die USPs eines Produkts in der Beschreibung knackig formuliert. Es empfiehlt sich, die maximale Anzahl von fünf Bullet Points auszureizen. Bilder und Videos sollten in hoher Qualität vorliegen, um den User auch emotional abzuholen. Folgendes sollten Sie dabei berücksichtigen: Die physische Verpackung wurde optimiert für die Produktpräsentation im Ladengeschäft. Fotos vom verpackten Produkt eignen sich daher nicht zwingend für die digitale Präsentation. Online zeigen beispielsweise Bilder oder Erklärvideos, die das Produkt im Einsatz demonstrieren, eine bessere Wirkung beim Kunden.

Markenführung auf Amazon

Die pragmatische Darstellung der Produkte auf Amazon sorgt gerade bei starken Marken, die sich gerne visuell ansprechend und natürlich im eigenen Corporate Design präsentieren, hin und wieder für Frust. Um den individuellen Gestaltungsspielraum zu erhöhen, hat Amazon jedoch einiges getan.

Vendoren sowie Seller mit Eigenmarkenregistrierung können sogenannten A+ Content kostenlos auf ihren Produktdetailseiten anlegen. Es handelt sich um Zusatzinformationen unterhalb der Produktbeschreibung. Bei der Gestaltung stehen 13 Widgets zur Auswahl, von denen fünf beliebig kombiniert werden können. Im Gegensatz zur tristen Produktbeschreibung können sich Marken hier in der Darstellung austoben, die eigene Corporate Identity durchziehen und Emotionen beim User aktivieren. Starker A+ Content steigert das Produkterlebnis, trägt zum positiven Image der Marke bei und bietet über Vergleichstabellen sogar Möglichkeiten für Cross- oder Upselling. Einer Amazon-Studie zufolge erhöhen A+-Seiten den Umsatz je nach Kategorie um bis zu elf Prozent.

Beispiel für eine A+ Vergleichstabelle

 

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte sich mit dem Thema Amazon Store befassen. Das kostenlose Feature ähnelt optisch dem Webshop einer Marke, befindet sich allerdings in der Amazon-Umgebung. Marken können ihr Look and Feel im eigenen Store konsequent transportieren, gezielt für bestimmte Produktkategorien, Top-Seller, Specials und Neuheiten werben.

Amazon Quickcheck prüft Ihren Status Quo

Sie möchten wissen, was Sie besser machen können? Lassen Sie Ihren Amazon-Auftritt von unseren Experten unter die Lupe nehmen! Wir bieten im Vorfeld der AmazonWorld Convention am 10./11. März in München einen kostenlosen Quickcheck, in dem wir alle zentralen Kriterien wie Keywords, Produktbilder, die Länge und Formatierung Ihrer Texte sowie Ihren A+ Content unter die Lupe nehmen. Sie erhalten den Quickcheck bequem per Mail als PDF. Wir besprechen das Ergebnis gerne auch persönlich auf der AmazonWorld Convention mit Ihnen!

 

Unser Experte Aike Schultheis, Teamlead Amazon Services bei ad agents

Über Aike Schultheis

Aike ist dank seiner langjährigen Erfahrung zu einem echten Experten für die Produktdarstellung und –bewerbung auf Amazon gereift. Auf der AmazonWorld Convention in München spricht der Marktplatzexperte der ad agents GmbH über die optimale Markeninszenierung und Produktdarstellung auf Amazon.

Über die ad agents GmbH

Ganzheitliche Betreuung, maximale Transparenz, vollendete Expertise: Das sind die Zutaten, mit denen ad agents namhafte Kunden begeistert. Die Online und Performance Agentur ist Teil der börsennotierten ad pepper media Gruppe und steuert seit 2006 digitale Werbemaßnahmen über alle Kanäle hinweg streng nach der Maxime: best performance.

Unter Einsatz innovativer Technologien entwickeln rund 100 ad agents Experten nationale wie internationale Marken, überwiegend im DACH-Raum, erfolgreich weiter. Das Portfolio umfasst neben der strategischen Beratung Leistungen im Search Marketing (SEA & SEO), Affiliate Management, Display & Programmatic Marketing, Social Media Advertising sowie Analytics & Data. Seit 2015 bieten die ad agents als eine der ersten Full Service Performance Agenturen umfangreiche Leistungen in den Bereichen Amazon Advertising sowie Amazon SEO.